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Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren op.11

Kinderoper nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm in 3 Aufzügen mit einem Libretto von Stefan Libardi

für Kinderchor (1,2–3stimmig), einzelne Solo-Rollen aus dem Chor heraus zu besetzen, und 6 Instrumentalisten (Violine, Cello, Klarinette in B, Baß-Posaune, Klavier und Percussion)

Auftragswerk des Carinthischen Sommers 2010
Uraufführung im August 2010 im Kongress-Centrum Villach im Rahmen der Musiktheater-Tage für Kinder unter der Leitung von Stefan Albrecht

Die Kinderoper Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren ist für die Gegebenheiten des Kinder-Opernprojekts der MusikTheater-Tage Carinthischer Sommer 2010 konzipiert. Der Realschauplatz umfasste dort etwa 80 Kinder im Alter zwischen 7 – 15 Jahren, für die alle etwas Brauchbares dabei sein sollte - ideal ist das Stück nun für Kinder ca. von 9 – 13 Jahren.

Die Gesangs-Teile sind den Kindern entsprechend einfach gehalten, während die sechs Instrumentalstimmen etwas aufwendiger gestaltet sind, und so die Musiker jede Menge Betätigungsfeld vorfinden. Besonders die Schlagwerk-Stimme nützt manchmal alle Ressourcen, und der Spieler kann die Stimme alleine nur bei kluger Aufstellung und Mehrfach-Platzierung von Hängebecken und Triangel bewältigen. Eine kleine Ratsche mit Triangel für den Posaunisten, eine Triangel für das Cello und ein Guiro für die Klarinette sind ebenfalls obligat. Die Chornummern für die Kinder sind meist 1-stimmig, zuweilen wird eine zweite Stimme wie ein responsorium geführt, an einzelnen Stellen gibt es 3-, einmal sogar 4-stimmige Möglichkeiten, diese können aber ganz nach Ermessen zusammengelegt oder vereinfacht werden. Alle Stimmen sind im Orchester colla parte mitgeführt! Die Kinder haben als Percussion-Instrumentarium nach Möglichkeit Steine, Metallstäbe, Metallplatten auf die Schuhsolen geklebt, Holzstäbe, Ketten (größere und kleinere) und eine Schatzkiste voll "klingendem Blech".

Der Rest ist Theater. In drei Aufzügen hat Stefan Libardi das Märchen nacherzählt und eine Vielzahl von kleinen Rollen für die Kinder herausgefiltert. König und Königin, Königstochter und Glückskind, Teufel nebst Großmutter, Räuberhauptmann mit Alter, Müllersleute und Mahlburschen, Fährmann, Wächter, Ameise etc. Alle formen sie die Szene für eine der schönsten und komplexesten Geschichten der Brüder Grimm. Diverse Chöre geben dem Tutti immer wieder Gelegenheit, die Bühne zu beleben und große Tableaus zu gestalten: da gibt es den Auftrittschor, einen wandelnden Bach, ein Räuberlied, ein Hochzeitslied, die Höllenfahrt und endlich das Teufelslied. Die Haarausreiß-Szene ist ein Melodram im Kleinen und auch sonst gibt’s jede Menge zu hören in den verschiedensten Verwandlungs- und Weg-Musiken. Mit glücklicher Hand sind Schwierigkeiten und musikalischer Anspruch eingebettet in ein sehr klares Gesamtkonzept und sind so in guter Balance mit der Realisierbarkeit der Partitur. Die Uraufführung in Villach wurde vor allem dank des pädagogischen und künstlerischen Talents von Stefan Albrecht zum heftig bejubelten Erfolg.

Aufführungsdauer: 55min

 

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